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06.03.2019

Versorgungsengpässe bei Pflegeimmobilien

Das Beratungsunternehmen Terranus prognostiziert in seinem Branchenmonitor Versorgungsengpässe bei Pflegeimmobilien.

In einer aktuellen Untersuchung hat Terranus einen detaillierten Blick auf Städte und Ballungszentren geworfen und kommt zum Schluss, dass in den nächsten Jahren eine dramatische Unterversorgung mit Pflegeplätzen droht. Der jüngst veröffentlichte Branchenmonitor ermöglicht Politik, Pflegeheim-Betreibern und -Investoren verlässliche Bedarfsprognosen auf Stadt- oder sogar Bezirksebene.

"Die Pflegeheime in Deutschland laufen voll, es wird zu wenig gebaut", so Terranus Geschäftsführer Markus Bienentreu. So hat laut der offiziellen Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts die Zahl der stationär versorgten Menschen im Jahr 2017 bundesweit um 7,5 % zugenommen, die Zahl der stationären Pflegeplätze jedoch nur um 2,5 %.

"Dieser Durchschnittzahl sieht man aber nicht an, wie die Situation in einzelnen Städten oder Stadtbezirken ist", stellt Bienentreu fest. "Dort drohen in den nächsten fünf bis 20 Jahren erhebliche Versorgungsengpässe".

Um auf Stadt- und Stadtbezirksebene zuverlässige Bedarfsprognosen zu ermöglichen, hat Terranus den Bedarfskompass erarbeitet. Auf Grundlage detaillierter Daten zur demografischen Bevölkerungsentwicklung, dem stationären Pflegeangebot (verfügbare Plätze, Auslastung, Ein-/Mehrbettzimmeranteil) sowie zu Versorgungsgrad und Kaufkraft lässt sich daran der zu erwartenden Bedarf an zusätzlichen Pflegeplätzen ablesen. Gestartet wird mit den Städten Hamburg und Berlin, um danach sukzessive die zehn größten Städte Deutschlands abzudecken.


Quelle: CAR€ Invest, 6. März 2019