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07.08.2019

Gesundheitsimmobilien: Anhaltende Dynamik trotz fehlender Großtransaktionen

Das Transaktionsvolumen am Investmentmarkt für Gesundheitsimmobilien ist im ersten Halbjahr 2019 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 52 % auf 840 Mio. Euro zurückgegangen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

"Während viele Investoren auf der Suche nach erwerbbaren Gesundheitsimmobilien sind, leidet der Markt unter der Produktknappheit. Der Blick auf die Statistiken der vergangenen Jahre zeigt – das Transaktionsvolumen wurde durch großvolumige Portfoliotransaktionen getrieben", erläutert Dirk Richolt, Head of Real Estate Finance.

Diese sind 2019 bisher ausgeblieben – und entsprechend ist auch die Portfolioquote um 51 Prozentpunkte auf 27 % Marktanteil zurückgegangen. "Dennoch lässt sich ein gewisser Anstieg der Dynamik beobachten. Bereits jetzt hat der Transaktionsmarkt ein Volumen erlangt, das in den Jahren ohne größere Portfoliotransaktionen sonst erst zum Jahresende erreicht wurde", ergänzt Richolt. Der Rückgang der Portfolioquote spiegelt sich auch im Marktanteil der internationalen Investoren wider, dieser ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozentpunkte auf 53 % zurückgegangen. "Internationale Investoren sind verstärkt an großen Deals interessiert – sprich an Portfolios. Werden hiervon weniger am Markt angeboten, sinkt dementsprechend auch der Anteil der Investoren aus dem Ausland", erläutert Richolt.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 ist die Rendite zwar um nur fünf Basispunkte zurückgegangen, seit dem ersten Quartal 2019 war jedoch keine weitere Renditekompression zu verzeichnen – die Spitzenrendite für Pflegeheime liegt weiterhin bei 4,75 %.

"Damit behält die Assetklasse ihren Renditevorsprung gegenüber anderen Immobilienassetklassen wie Büroimmobilien bei, deren Spitzenrendite in München beispielsweise bereits bei unter 3 % liegt. Im weiteren Jahresverlauf dürfte es jedoch durchaus eine Fortsetzung der Renditekompression bei Pflegeheimen geben", so Tim Schulte, Associate Director Valuation Advisory Services.

"Am Ende des Jahres ist ein Transaktionsvolumen von circa 1,25 bis 1,5 Mrd. Euro zu erwarten – denn bisher zeichnen sich keine herausstechenden Großtransaktionen ab. Dabei gilt: Das Transaktionsvolumen wird vom Angebot bestimmt, die Nachfrage ist ungebrochen hoch", prognostiziert Richolt.


Quelle: CBRE Research, Q2 2019, 7. August 2019